Mein Baby schreit stundenlang: Sind es "nur" Koliken oder eine Blockade?

Es ist 2:00 Uhr nachts. Ihr Baby ist frisch gewickelt, es wurde gefüttert, Sie haben es getragen und gewiegt. Trotzdem schreit es unaufhörlich, zieht die Beinchen an und lässt sich nicht beruhigen.

Wenn Sie diese Situation kennen, fühlen Sie sich vermutlich gerade erschöpft und hilflos. Viele Eltern bekommen in dieser Phase den gut gemeinten, aber wenig hilfreichen Rat: „Das sind die 3-Monats-Koliken, da müsst ihr durch.“

Doch in unseren Praxen für Osteopathie in Frankfurt und Mannheim machen wir oft eine andere Erfahrung: Nicht immer ist der Bauch das Problem – oft ist er nur das Symptom. Häufig liegt die wahre Ursache für das Schreien eine Etage höher: im Nacken und an der Schädelbasis.

Der Mythos der "3-Monats-Koliken"

Der Begriff „3-Monats-Koliken“ ist in der Medizin oft eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Man findet keine Krankheit, also nennt man es Kolik. Natürlich muss das Verdauungssystem eines Neugeborenen erst reifen. Doch wenn ein Kind exzessiv schreit, sich überstreckt und kaum schläft, steckt oft mehr dahinter als nur „Luft im Bauch“.

Die Geburt: Ein Kraftakt für den kleinen Körper

Der Weg durch den Geburtskanal ist eng. Enorme Kräfte wirken auf den Kopf und die Halswirbelsäule des Babys ein. Kommt es hier zu Stauchungen – etwa durch eine sehr schnelle Geburt, einen Kaiserschnitt oder den Einsatz einer Saugglocke –, können Blockaden entstehen.

Diese Blockaden tun dem Baby weh. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen permanenten „Hexenschuss“ im Nacken, könnten aber nicht darüber sprechen. Sie würden vermutlich auch weinen. Genau hier setzt unsere spezialisierte Baby-Osteopathie an.

Die Verbindung zwischen Nacken und Bauch

Warum aber haben diese Kinder oft Blähungen? Hier kommt die Anatomie ins Spiel: Der Vagus-Nerv ist einer der wichtigsten Nerven für unsere Verdauung. Er entspringt direkt an der Schädelbasis und verläuft durch den Hals in den Bauchraum.

Ist der Bereich am Kopfgelenk (Atlas) blockiert oder das Gewebe durch die Geburt gestaucht, kann dieser Nerv irritiert werden. Die Folge: Das Signal für „Verdauung entspannen“ kommt nicht richtig an. Der Darm verkrampft. Das Baby hat Bauchweh, zieht die Beine an und schreit – doch die Ursache liegt eigentlich im Nacken.

Checkliste: Könnte mein Baby eine Blockade haben?

Neben dem Schreien gibt es typische körperliche Anzeichen, die auf eine Blockade (oft auch KISS-Syndrom genannt) hindeuten. Beobachten Sie Ihr Kind:

  • Die Lieblingsseite: Schaut Ihr Baby fast immer nur nach rechts oder links?

  • Der „Bananen-Schlaf“: Liegt Ihr Baby oft wie ein „C“ oder eine Banane gekrümmt im Bett?

  • Überstreckung: Wirft es den Kopf oft weit in den Nacken, macht sich steif und drückt sich von Ihnen weg?

  • Stillprobleme: Trinkt es an einer Brust schlechter als an der anderen oder verschluckt es sich oft?

  • Haarausfall: Hat es eine einseitig kahle oder platte Stelle am Hinterkopf?

Wenn Sie einen oder mehrere Punkte mit „Ja“ beantworten können, ist ein Besuch bei einem auf Säuglinge spezialisierten Osteopathen sehr ratsam.

Wie wir Ihrem Baby helfen können

In der Osteopathie versuchen wir nicht, das Schreien zu „unterdrücken“. Wir suchen nach der Spannung, die das Schreien auslöst.

Unsere Experten untersuchen Ihr Baby sehr sanft. Wir tasten den Schädel, die Wirbelsäule und das Becken ab, um Asymmetrien zu finden. Mit minimalen Impulsen – oft kaum sichtbar – lösen wir diese Spannungen.

Das Ziel: Der Vagus-Nerv bekommt wieder Platz, der Nacken wird frei, und das System des Kindes kann endlich „herunterfahren“. Viele Eltern berichten schon nach der ersten Behandlung von einer deutlichen Entspannung – und ruhigeren Nächten.

Sie sind nicht allein

Bitte machen Sie sich keine Vorwürfe. Sie machen als Eltern nichts falsch. Manchmal braucht ein kleiner Körper einfach ein wenig Unterstützung, um in dieser Welt anzukommen.

Lassen Sie uns gemeinsam schauen, was Ihrem Baby fehlt.

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