Wenn Wachsen weh tut: Wie Osteopathie Schulkindern helfen kann
„Mama, meine Beine tun so weh!“ – Wenn dieser Satz abends vor dem Einschlafen fällt, wissen viele Eltern Bescheid: Es sind die Wachstumsschmerzen. Doch nicht nur das körperliche Wachsen bereitet Kindern heute Probleme. Der schulische Druck, das stundenlange Sitzen und der ständige Blick auf das Smartphone fordern ihren Tribut.
In unseren Praxen für Osteopathie in Frankfurt und Mannheim behandeln wir immer häufiger Schulkinder und Teenager. Denn oft äußert sich Stress bei Kindern nicht durch Worte, sondern durch körperliche Symptome.
Hier erfahren Sie, bei welchen drei typischen Problemen der Kinderosteopath helfen kann.
1. Wachstumsschmerzen: Wenn der Knochen schneller ist als der Rest
Besonders im Alter zwischen 3 und 5 Jahren sowie in der frühen Pubertät (8 bis 12 Jahre) klagen Kinder oft über ziehende Schmerzen in den Waden, Kniekehlen oder Oberschenkeln.
Die osteopathische Erklärung: Der Knochen wächst manchmal schubweise und sehr schnell. Die umliegenden Strukturen – Muskeln, Sehnen und vor allem die Faszien (Bindegewebe) – kommen mit dem Dehnen kaum hinterher. Es entsteht eine enorme Spannung auf der Knochenhaut. Ein Kinderosteopath kann diese Faszien sanft dehnen und die Spannung aus dem Gewebe nehmen. Das lindert den Zug auf den Knochen und lässt Ihr Kind wieder entspannter schlafen.
2. „Zappelphilipp“ & Konzentrationsprobleme (ADHS)
Viele Kinder können heute kaum noch stillsitzen. Sie sind unruhig, fahrig und können sich in der Schule schwer konzentrieren. Oft steht schnell die Diagnose ADHS im Raum.
Unabhängig von einer Diagnose lohnt sich ein Blick auf das Nervensystem: Wenn der Körper unter Spannung steht (z.B. durch Blockaden an der Halswirbelsäule oder am Kreuzbein), ist das vegetative Nervensystem dauerhaft im „Alarm-Modus“ (Sympathikus). Das Kind steht sprichwörtlich „unter Strom“.
In unserer Kinderosteopathie arbeiten wir daran, diese körperlichen Stressfaktoren zu finden und zu lösen. Wir helfen dem System des Kindes, wieder in den Ruhe-Modus zu finden. Eltern berichten oft, dass die Kinder nach der Behandlung „geerdeter“ und ausgeglichener wirken.
3. Der „Handy-Nacken“ und Kopfschmerzen
Die Digitalisierung hat ihren Preis. Schon Grundschüler verbringen viel Zeit mit gesenktem Kopf vor Tablets oder Smartphones. Der rund 5 kg schwere Kopf zieht dabei permanent an der Nackenmuskulatur. Die Folgen sehen wir in der Praxis täglich:
Spannungskopfschmerzen nach der Schule.
Eine eingefallene Körperhaltung (Rundrücken).
Blockaden in der Brustwirbelsäule.
Hier reicht es nicht, nur zu „mahnen“, gerade zu sitzen. Wir mobilisieren die Wirbelsäule, lösen die verhärteten Nackenmuskeln und geben Ihrem Kind (und Ihnen) Tipps für eine bessere Haltung im Alltag.
Begleitung bei Zahnspangen
Ein oft unterschätztes Thema: Zahnspangen. Sie üben permanenten mechanischen Druck auf den Kiefer und den Schädel aus. Da der Kiefer eng mit der Wirbelsäule verbunden ist, reagieren viele Kinder während der kieferorthopädischen Behandlung mit Nackenschmerzen oder Konzentrationsstörungen. Wir begleiten diese Phase begleitend, um den Druck auszugleichen.
Sanfte Hilfe für Ihr Kind
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen eine spezielle Ansprache und eine sehr behutsame Behandlungstechnik. Unsere Therapeuten sind speziell dafür ausgebildet, auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen einzugehen.
Hat Ihr Kind Schmerzen oder wirkt dauerhaft gestresst? Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir helfen können.